Spreewaldoriginale

... und deren (geheimen) Tipps aus Küche, Garten und Fließ

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In den fünfziger und sechziger Jahren entwickelte sich die Spreewaldregion in der damaligen DDR zu einem Energieschwerpunkt mit vielen Braunkohletagebauen und den beiden Großkraftwerken Lübbenau und Vetschau. Dies lockte die Menschen auch aus Süd und Nord an, hier gab es gute bezahlte Arbeit und modernen Wohnraum. Die Hinzugekommenen und später ihre Kinder nahmen die Region an, sie wurde ihnen Heimat und weckte ihr Interesse für Geschichte und Tradition. Und so ist es nicht verwunderlich, dass manch „Inzugerester“, wie es in der Spreewälder Mundart heißt, oft ebenso gut Bescheid weiß wie manch Einheimischer. Er trägt die Region im Herzen und zeigt es nach außen. Er ist stolz auf den Spreewald und  lässt andere daran teilhaben: Der Fährmann, der manchmal seine sächsische Herkunft nicht verleugnen kann, erklärt seinen Gästen den Unterschied zwischen Wenden und Sorben, der Spreewälder Urbevölkerung, einen Unterschied, den es noch nicht einmal gibt, der nur in der Wortwahl besteht. Eine Spreewälderin sitzt mit ihrer Kreuzfahrer-Crew beim Lagerfeuer auf den Osterinseln und schwärmt von ihrer Heimat. Ein Bremer Arzt wird zum Schnapsbrenner und baut ein touristisches Erlebniszentrum auf, ein Thüringer Koch wird zum Verfechter der Spreewaldküche. Ihre Tipps und Rezepte, manchmal von den alten Spreewälder übernommen, geben sie gern an den Leser weiter. Sie sind die Spreewälder. Mehr noch: Sie sind Botschafter des Spreewaldes.

 

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* in "Lausitzer Rundschau" veröffentlicht
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